Letzte Woche habe ich die Hintergründe,

Letzte Woche habe ich die Hintergründe,

Letzte Woche habe ich die Hintergründe, die Prinzipien und die einzelnen Phasen der Atkins-Diät bzw. Low-Carb Diät vorgestellt. Heute ergänze ich die Informationen noch um Studien und Kritik an dieser Form der Diät.

Im Frühjahr 2003 veröffentliche die Medizinzeitschrift JAMA (Journal of the American Medical Association) eine Metastudie über die Atkins-Diät, d.h. es wurden alle bis dato bekannten und vernünftig durchgeführten Studien zusammengefasst und anschließend ausgewertet. Das Werk umfasst insgesamt 96 Studien und 2503 Artikel. Es kam allerdings heraus, dass die Datenlage immernoch nicht ausreicht, um fundierte Aussagen über die Wirksamkeit der Atkins-Diät treffen zu können. In einigen Studien wurde die Atkins-Diät allerdings als positiv bewertet: 2007 wurden beispielsweise 4 verschiedene Diät-Typen verglichen (Atkins, ZONE, Ornish, Low-Fat), wobei die Atkins-Diät die effektivste war und keinerlei gesundheitlicher Einschränkung zur Folge hatte. In neusten Studien wird vor allem der Hintergrund der Diät näher diskutiert: So solle man nicht aufgrund irgendwelcher Keton-Körper abnehmen, sondern weil die proteinreiche Kost die Produktion eines Sättigungshormons zur Folge hat, die den Appetit zügelt.

Auch wenn die Studien das Gegenteil behaupten, gilt die Atkins-Diät als gesundheitsgefährdend, da sie zu einseitig ist und dem Körper somit viele wichtige Stoffe fehlen (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Diese spezielle Ernährungsform soll Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen fördern, außerdem bekämen Gehirn und Muskeln nicht genug Zucker um ordnungsgemäßig arbeiten zu können, was Muskelkrämpfe, Schwächeanfälle, Hautausschläge und Durchfall zur Folge hatte. Auch Organschäden sollen dadurch provoziert werden (Nieren und Leber). Andere Studien hingegen stufen die Diät als ungefährlich ein, sofern sie von gesunden Menschen durchgeführt wird.

Es bleibt anzumerken, dass die Atkins-Diät, auch wenn es offiziell keine Kalorienangabe oder ähnliches gibt, keine “Lizenz zum Vollstopfen” ist, d.h. auch wenn man bei Fett und Proteinen “soviel wie gewollte” essen darf, heißt das nicht, dass man sich am Tag 10 Steaks reinziehen sollte. Lediglich soviel bis man satt ist.

Zusammengefasst halte ich persönlich die Atkins-Diät für relativ vernünftig, vor allem im Vergleich zu anderen Diätformen (Null-Diät, Trennkost usw.). Ich glaube sogar, dass man sich nicht sklavisch an irgendwelche Gramm-Mengen halten muss, sondern einfach nur darauf achten sollte, Kohlenhydrate nur beim Frühstück oder nach dem Sport (Auffüllen der Glucosespeicher im Muskel) aufzunehmen, da sie ansonsten in meinen Augen sinnlos sind. Es herrschen 1001 Meinung darüber, aber insgesamt gilt, dass Kohlenhydrate bei den meisten Menschen der Fettmacher Nummer 1 sind. Viele Proteine und wenig Kohlenhydrate können jedenfalls nicht schaden, solange man sich abwechslungsreich ernährt. Sport nicht zu vergessen

This entry was posted on Donnerstag, November 8th, 2012 at 10:31 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.